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Die Stellungnahme der Bundesregierung wurde für eine lange Zeit erwartet. Sie zeigt auf, welche Weiterentwicklungensbedarfe die Bundesregierung im Bereich der Prävention sieht.

 

Die folgenden zentralen Forderungen und Feststellungen sind in der Stellungnahme enthalten:

  • Die Nationale Präventionskonferenz soll prüfen ob und wie Aspekte der Klimaanpassung insbesondere mit Blick auf vulnerable Bevölkerungsgruppen in den Bundesrahmenempfehlungen aufgegriffen werden können
  • Die Empfehlungen der Nationalen Präventionskonferenz sind um den Aspekt der Barrierefreiheit zu ergänzen
  • Die thematische Ausrichtung soll beibehalten werden, hierbei sollen besonders die folgenden Themen in den Blick genommen werden: die Stärkung von Kindern psychisch und suchtkranker Eltern, die Förderung der Gesundheit von pflegenden Angehörigen und die Prävention für Menschen mit Behinderungen.
  • Die Nationale Präventionskonferenz soll Vorschläge für eine Erweiterung der stimmberechtigten Mitglieder der Präventionskonferenz entwickeln, um die Verbindlichkeit der nationalen Präventionsstrategie auf möglichst viele Akteure auszuweiten
  • Mit Blick auf die Landesrahmenvereinbarungen werden konkretere Vereinbarungen und verbindliche Steuerungsstrukturen gefordert. Kommunen und maßgebliche Verbände und Organisationen seien zu beteiligen
  • Darüber hinaus gelte es zuständige Stellen, etwa für Bildung und Erziehung, Hochschulen, Ernährung, Arbeitsschutz, Soziales, Umwelt, Sport und Bewegung sowie Migration und Städtebau als Partner der Landesrahmenvereinbarungen einzubeziehen und Festlegungen zur Zusammenarbeit mit dem Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD), der öffentlichen Jugendhilfe, den Trägern der Eingliederungshilfe sowie weiteren relevanten Einrichtungen und Organisationen in den Kommunen zu treffen
  • Es wird eine Ausweitung der Ressourcen im ÖGD, der Kinder-, Jugend- und Suchthilfe gefordert, um eine aktivere Rolle innerhalb der nationalen Präventionsstrategie spielen zu können
  • Die kommunalen Spitzenverbände in den Ländern Baden-Württemberg, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Thüringen werden aufgefordert, den Landesrahmenvereinbarungen beizutreten
  • Die Formulierung der Ziele der Nationalen Präventionskonferenz soll so ausgestaltet werden, dass eine Messung der Erreichung der Ziele möglich wird
  • Das Präventionsforum soll aufgewertet werden, durch die Schaffung einer ganzjährigen Arbeitsstruktur und die Etablierung von vor- und nachbereitenden Arbeitsgruppen
  • Die Leistungen der einzelnen Sozialversicherungsträger im Präventionsbereich sollten besser ineinander greifen, insbesondere in der Lebenswelt Pflegeeinrichtung
  • Eine Bündelung der Beratungsangebote der verschiedenen Sozialleistungsträger für Unternehmen möglichst in einer Hand
  • Ergänzung des GKV-Leitfadens Prävention um konkrete Kriterien zu den an Eltern von Kleinkindern sowie an Schwangere gerichteten individuellen verhaltensbezogenen Präventionsmaßnahmen
  • Stärkere Nutzung der ärztlichen Präventionsempfehlung durch verbesserte Information der Ärzteschaft und der Versicherten

 

 

Verknüpfte Artikel:

Präventionsbericht 2017: Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung zur Gesundheitsförderung und Primärprävention


Downloads für Mitglieder:

pdf Stellungnahme Präventionsbericht (165 KB)

 

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