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Medizinischer Dienst Bund – 2. Report Pflegebedürftigkeit 2026 vorgestellt (Juli 2026)

Der Medizinische Dienst Bund hat am 15.07.2026 den 2. „Report Pflegebedürftigkeit 2026: Entwicklung und Potenziale der Pflegebegutachtung“ veröffentlicht. Grundlage ist die Auswertung von Daten aus über 3 Millionen Pflegebegutachtungen, die die Medizinischen Dienste bundesweit im Jahr 2025 durchgeführt haben. Auf 33 Seiten gibt auch der 2. Report anhand von Kennzahlen Auskunft zu Pflegebedürftigkeit und Pflegebegutachtungen in Deutschland und gibt einen Ausblick, wie eine bedarfsorientierte Pflegebegutachtung die Prävention und Rehabilitation im Blick behalten sollte. Beispielhaft einige Auszüge aus dem 2. Report Pflegebedürftigkeit:

  • „Entwicklung der Pflegebedürftigkeit und der Pflegebegutachtungen

Die 15 Medizinischen Dienste in den Regionen führten insgesamt 3,14 Millionen Begutachtungen durch. Der überwiegende Teil des Anstieges ist auf ambulante Leistungsanträge zurückzuführen, während die Begutachtungszahlen für beantragte vollstationäre Leistungen nahezu konstant geblieben sind.

  • Ergebnisse der Pflegebegutachtungen

Bei Erstbegutachtungen wurde am häufigsten der Pflegegrad 2 empfohlen (34,5 Pro­zent), jedoch hatte Pflegegrad 1 mit 29,0 Prozent einen deutlich höheren Anteil als bei allen Begutachtungen (18,4 Prozent). Pflegegrad 3 wurde bei 11,7 Prozent der Erstbegutachtungen empfohlen, während die Pflegegrade 4 und 5 zusammen 3,6 Prozent erreichten. 21,3 Prozent der erstmals Begutachteten wurden als nicht pflegebedürftig eingestuft. Bei Höherstufungsanträgen erhielten 7 von 10 Pflegebedürftigen einen höheren Pflegegrad

  • Begutachtung zur Feststellung von Pflegebedürftigkeit bei Erwachsenen

Der Großteil der begutachteten Personen mit mindestens Pflegegrad 1 lebte im eigenen Zuhause und wurde ambulant versorgt. So lebten 2025 rund 86 Prozent der Frauen und 89 Pro­zent der Männer in einer ambulanten Wohnsituation allein oder mit weiteren Personen. Weiterhin zeigt sich, dass mehr Frauen als Männer in einer ambulanten Wohnsituation allein lebten (44,1 Prozent versus 26,1 Prozent).

  • Feedback der Versicherten

Für die Befragung 2025 wurden insgesamt etwa 31.000 anonymisierte Fragebögen (20.469 Hausbesuch, 10.117 Telefoninterview) ausgewertet. Die Bewertungen weisen sowohl beim Hausbesuch als auch beim Telefoninterview auf eine hohe Zufriedenheit der befragten Per­sonen hin.

  • Impulse für die Pflegebegutachtung der Zukunft

Pflegebedürftigen Menschen stellen früher Anträge auf Pflegeleistungen und sie sind länger pflegebedürftig. Das kann auch als Chance gesehen werden – wer früh kommt, hat noch Ressourcen. Hier kann der Medizinische Dienst Potenziale erkennen: Welche Aktivitäten sind noch möglich? Wie lässt sich Schlimmeres vermeiden? Wie kann Selbstständigkeit erhalten und damit Lebens­qualität trotz Einschränkungen gesichert werden? Wichtig ist zudem, immer auch pflegende An- und Zugehörige mit in den Blick zu nehmen, damit informelle Pflegesettings tragfähig bleiben und pflegende Angehörige trotz ihrer Aufgabe gesund bleiben.“

Weitere Informationen finden sich in der Pressemitteilung im Downloadbereich sowie auf der Webseite des MD Bund unter: https://md-bund.de/presse/pressemitteilungen/neueste-pressemitteilungen/report-pflegebeduerftigkeit-immer-mehr-auch-juengere-menschen-sind-pflegebeduerftig.html

Verknüpfte Artikel:

Medizinischer Dienst Bund – 1. Report Pflegebedürftigkeit vorgestellt (Juni 2025)

Downloads für Mitglieder:

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