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Beigefügt finden Sie das endgültige Tagungsprogramm der BAG W- Fachtagung Ambulante Hilfe, die unter dem Titel

Ambulante Wohnungslosenhilfe –Geschichte, Standort und aktuelle Herausforderungen

vom 28. - 29. November 2016 in Berlin stattfindet.

In der Arbeitsgemeinschaft der zentralen Beratungsstellen der damaligen BAG Nichtsesshaftenhilfe e.V. arbeiteten 15 Städte von 1977-1979 an einer bundesweiten Empfehlung, die schließlich im Februar 1979 als Empfehlung der BAG Nichtsesshaftenhilfe unter dem Titel „Zentrale Beratungsstellen für alleinstehende wohnungslose Personen nach § 72 BSHG zur Überwindung ihrer besonderen sozialen Schwierigkeiten“ bundesweit veröffentlicht wurde.

Man kann diese Empfehlung sicherlich als historische Geburtsstunde der ambulanten Hilfe in der Wohnungslosenhilfe in Deutschland betrachten, denn bis dahin dominierten öffentlich-rechtlich getragene ordnungsrechtliche Unterkünfte einerseits und freiverbandlich getragene Heime, also die stationäre Hilfe, das gesamte Feld der Hilfen.

Dabei ging es immer um mehr als eine bloße technokratische Reorganisation der Hilfe. Es ging um den universalen Anspruch der Menschen- und Verfassungsrechte. Diese sollten auch für die unsichtbaren und ausgeschlossenen Frauen und Männer der Gesellschaft geltend gemacht werden, die in einer Art Parallelgesellschaft in mehr oder minder sozial abgeschlossenen Räumen lebten. Es ging um ein anderes Menschenbild, nämlich die Orientierung an einem menschenwürdigen,  normalen Leben in der Mitte der Gesellschaft: Heute würde man das soziale Inklusion nennen.

Im Mittelpunkt des neuen Selbstverständnisses der Hilfe stand  das Menschenrecht auf Wohnen, das man in vollem Umfang erst mit dem Bezug einer eigenen Wohnung mit vollen Mieterrechten verwirklichen kann. Der Grundsatz: „Eine Wohnung ist nicht alles, aber ohne eine Wohnung ist alles nichts“ war einer der Leitsätze der Ambulantisierungsbewegung, die das normale Wohnen an die erste Stelle setzte. Dieses Prinzip aus den siebziger Jahre wird heute im angelsächsischen Raum unter dem Ansatz des „Housing First“ (Vergl. dazu http://pathwaystohousing.org/our-model/) gefasst.

Heute – fast 40 Jahre später – ist es Zeit, Bilanz zu ziehen und zugleich neue Herausforderungen zu erkennen und ihnen zu begegnen.

Folgende Themen sollen u.a. auf der Tagung aufgegriffen werden:

·    Historische Entwicklung seit 1980
·    Bedeutung des Konzepts „Housing First“
·    Folgen der EU-Migration und des Zuzugs von Geflüchteten für die Wohnungslosenhilfe

Daneben soll für die einzelnen Arbeitsfelder ambulanter Hilfe ein fachlicher Austausch mit dem Ziel der Bestandsaufnahme, der Diskussion guter Beispiele und neuer Herausforderungen stattfinden.

Die Tagung richtet sich an MitarbeiterInnen der ambulanten Wohnungslosenhilfe, ins. aus den Bereichen Fachberatungsstellen, Begleitetes Wohnen, Notversorgung, Tagesaufenthalte und Straßensozialarbeit. Ferner auch an MitarbeiterInnen von Jobcentern, Arbeitsagenturen, Sozialämtern, Ordnungsämtern und Wohnungsämtern.

Mit beigefügtem Anmeldeformular können Sie sich ab sofort verbindlich anmelden. Tagungsprogramm und Anmeldeformular finden Sie auch auf der Website der BAG W:

http://www.bagw.de/de/tagungen/fchtg_basis/tg_amb_hilfe_16.html

 

Verknüpfte Artikel:

 

Downloads:

pdf Tagungsprogramm Ambulante Hilfe 2016 (104 KB)

Downloads für Mitglieder:

 

 

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