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Heute im Bundestag vom 21. Februar 2017 informiert über die Demografiepolitische Bilanz der Bundesregierung zum Ende der 18. Wahlperiode. Die Handlungsfelder Selbstbestimmtes Leben im Altern (S. 17)  und Sicherung der Pflege (S. 19) greifen bekannte Themen auf. Die Anlagen geben einen Überblick über u.a. Reformen in den einzelnen Bereichen (vgl. nebenstehenden Download).

Berlin: (hib/STO) Als Unterrichtung liegt die "demografiepolitische Bilanz der Bundesregierung zum Ende der 18. Wahlperiode" (18/11145) vor. Wie die Regierung darin ausführt, hat sich die demografische Lage in Deutschland in jüngster Zeit verändert. Dazu beigetragen habe vor allem das Migrationsgeschehen der vergangenen zwei Jahre. Allein im Jahr 2015 seien netto 1,139 Millionen Menschen zugewandert. Dabei handele es sich "um die höchsten Zuwanderungszahlen seit Beginn der Registrierung im Jahr 1950". Für 2016 sei mit einem geringeren Wanderungsüberschuss zu rechnen.

Bei der Entwicklung der Geburtenrate deutet sich dem Bericht zufolge eine Veränderung an. Dafür spreche der Anstieg bei der sogenannten endgültigen Kinderzahl von Frauenjahrgängen. Bis zum Geburtsjahrgang 1968 sei der Wert jahrzehntelang kontinuierlich zurückgegangen. Der Geburtsjahrgang 1968 habe mit 1,49 Kindern je Frau die niedrigste Kinderzahl. Dieser Rückgang scheine nun gestoppt. Vorausberechnungen zeigten, dass Frauen, die in den 1970er Jahren geboren sind, wieder etwas mehr Kinder zur Welt bringen, 1973 Geborene etwa 1,56. Für die nachfolgenden Jahrgänge bis 1980 zeichne sich ein weiterer Anstieg auf knapp 1,6 Kinder ab.

Die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland beträgt bei Geburt für Männer 78,2 Jahre und für Frauen 83,1 Jahre, wie aus der Vorlage weiter hervorgeht. 65-jährige Männer könnten derzeit im Durchschnitt noch mit weiteren 17,7 Jahren Lebenszeit rechnen, gleichaltrige Frauen mit 20,9 Jahren.

Der Zuwanderungsüberschuss der vergangenen Jahre hat laut Bericht dafür gesorgt, dass die Bevölkerungszahl gestiegen ist, "obwohl die natürliche Bevölkerungsbilanz negativ war". Ende 2015 lebten danach in Deutschland 82,2 Millionen Menschen und damit fast zwei Millionen mehr als noch 2011. Da ein Großteil der Zugewanderten vergleichsweise jung sei, sei auch die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter von 20 bis 64 Jahren seit 2011 gestiegen (plus 881.000). Dies habe zum Anstieg der Erwerbstätigkeit beigetragen.

Zudem ist die Bevölkerung in Deutschland in den zurückliegenden Jahren bezogen auf ihre Herkunft zudem vielfältiger geworden, heißt es ferner in der Unterrichtung. Ende 2015 habe sie sich aus 73,5 Millionen Deutschen und 8,7 Millionen Ausländern zusammengesetzt. 17,1 Millionen Menschen verfügten laut Vorlage über einen Migrationshintergrund. Von den 11,5 Millionen, die nicht nur über einen Migrationshintergrund, sondern auch über eigene Migrationserfahrungen verfügen, stammten 37,6 Prozent aus den EU-Mitgliedstaaten. Weitere 31,2 Prozent stammten aus anderen europäischen Ländern mit der Türkei (11,9 Prozent) und Russland (8,4 Prozent) als den wichtigsten Herkunftsstaaten.

Trotz der hohen Zuwanderung vor allem junger Menschen hat sich die Alterung der Bevölkerung den Angaben zufolge auch in den vergangenen Jahren fortgesetzt. Entfielen laut Bericht 2011 auf 100 Menschen im Alter von 20 bis 64 Jahren rund 34 Personen ab 65 Jahre, lag dieser Wert 2015 bereits bei 35 Personen.

 

 

 

 

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Bundestag - Demografiepolitik der Bundesregierung

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  pdf 17 0206 Bundesregierung Demografiepolitische Bilanz Wahlperiode 1811145 (1.87 MB)

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