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Das Kompetenzzentrum Pflegeunterstützung macht auf folgende Presseinformation aufmerksam:

Mehr Lebensqualität für pflegende Angehörige
Kampagne der Kontaktstellen PflegeEngagement

„Ich pflege meinen Mann – und meine Kontakte. Ich gehe zur Angehörigengruppe.“

Mit Slogans wie diesem startet am 27.04.2017 eine zweimonatige Plakat- Kampagne der Kontaktstellen PflegeEngagement in Berliner Bussen und U-Bahnen.

Ziel ist es, pflegende und sorgende Angehörige zu ermutigen, das eigene Wohlbefinden im Blick zu haben – Selbsthilfegruppen sind eine Möglichkeit! In fast 140 Gruppenangeboten finden pflegende Angehörige hier Entlastung und Abstand vom Pflegealltag - von Gesprächskreisen über Entspannungsgruppen bis hin zum Kiezspaziergang. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kontaktstellen PflegeEngagement begleiten zudem rund 50 Nachbarschaftsinitiativen. Beispiele sind Angehörigencafés oder kiezbezogene Nachbarschaftshilfen.

 „Häufig kommen die eigenen Wünsche und Bedürfnisse von den Menschen zu kurz, die in ihrem Alltag auch noch einen Angehörigen pflegen. Sie müssen sich die Freiheit nehmen, sich auch um sich selbst zu kümmern. Durch den Austausch in der Gruppe können Angehörige die Isolation, in der sie sich oftmals befinden, aufheben. Dazu gibt es in Berlin viele Angebote – auf diese möchten wir mit der Aktion aufmerksam machen“ sagt Stefanie Emmert-Olschar, Projektleiterin des Kompetenzzentrum Pflegeunterstützung (KPU). Das KPU vernetzt die  Kontaktstellen PflegeEngagement berlinweit.

Hintergrund ist, dass sich viele Berlinerinnen und Berliner, die zuhause ihre Mutter, ihren Vater, andere Familienangehörige oder auch Nachbarn pflegen, in ihrer Pflegesituation alleingelassen und häufig überfordert fühlen. In der Hauptstadt werden rund 87.000 Menschen zuhause gepflegt (lt. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, 2015).

Mehr Infos unter http://www.pflegeunterstuetzung-berlin.de/metanav/presse/

In jedem der 12 Berliner Bezirke gibt es  eine Kontaktstelle PflegeEngagement, die an die jeweilige Selbsthilfe-Kontaktstelle angebunden ist. Dieses Projekt zur Unterstützung von Selbsthilfe und Ehrenamt rund um die häusliche Pflege wurde 2010 gegründet und ist bundesweit einmalig. Ziel ist es, die Lebensqualität und Selbstbestimmung der Menschen im Umfeld von Pflege zu fördern und zu verbessern. Neben Selbsthilfegruppen und Nachbarschaftsinitiativen unterstützen die Kontaktstellen pflegende Angehörige durch die Vermittlung von ehrenamtlichen Besuchs- und Begleitdiensten. Partner in den Bezirken sind u.a. die Pflegestützpunkte und Stadtteilzentren. Alle Angebote sind kostenfrei. Die Kontaktstellen PflegeEngagement werden gefördert durch die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung sowie den Landesverband der gesetzlichen  und der privaten Pflegekassen.

 

 

 

 

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